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Meine Gefühle1

Hier bin ich wieder. Mal zum Anfang. Ich wohnte 110 km weg von meinem Elternhaus. Das heißt natürlich auch von meinem Bruder. Bis zu dem Zeitpunkt wo ich weg zog, war für jedes Problem von ihm, für ihn da. Meine Eltern waren beide berufstätig. Abend war Mama immer alleine zu hause. Papa ist immer zum Skat spielen gegangen. Zumindest hat er es so gesagt. Wir wussten natürlich, dass er Bier trinken ging. Er kam meist spät in der Nacht wieder und meist betrunken. Danach hörte man unsere Eltern oft streiten. Verstehen konnte ich beide Seiten. Mama war sauer, dass Papa das ganze Geld in die Kneipe brachte. Papa ging in die Kneipe, weil Mama immer nur am meckern war. Das schlimmste war immer, wenn man unsere Eltern beim Sex hören konnte. Wobei mein Bruder und ich nie darüber sprachen. Aufjedenfall bin ich als ich alt genug war ausgezogen. Ich bekam selbst ein Baby und auch meine Ehe war der Horror. Ich heiratet, nachdem ich mit dem Vater meiner Tochter 3 Jahre zusammen war. Er betrog mich und in der Nacht in der wir heirateten vergewaltigte er mich dann zum ersten mal. Es war grausam. Immer wieder tat er es und ich habe weder jemandem etwas gesagt, noch habe ich mich gewährt. Ich war doch viel schwächer als er. Mein Verstand sagte mir , je mehr du dich währst um so größer die Schmerzen. Nach drei Monaten hielt ich es nicht mehr aus. Ich verließ ihn. Aber mehr oder weniger unbeabsichtigt. Ich zog zu einem Bekannten mit dem ich später auch zusammen kam. Mein Bruder war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre. Als ich eines nachmittags von Mama einen anruf erhielt brach für mich das erste mal eine Welt zusammen. Ich wollte nicht glauben was sie mir sagte. Ich dachte sie musste sich irren. Das konnte nicht sein. Nicht mein Bruder. Der liebe hilfsbereite freundliche Junge sollte, in Handschellen zu hause abgeführt worden sein. Nein nicht mein Bruder. Laut Mama sollte er meiner Cousine ein Messer in den Rücken gestochen haben. Er sollte dort eingedrungen sein als sie alleine war. Ich wollte und konnte dieses nicht glauben. Aber ich wollte ihm helfen, ich hatte es doch bisher immer getan. Was konnte ich nur tun? Ich legte irgendwann den Hörer auf und weinte. Ich weinte wie noch nie in meinem Leben.

1.12.14 00:36

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